Initiative „Omas gegen Rechts“ ruft zur Menschenkette in Hamburger Innenstadt auf

Foto: OMAS GEGEN RECHTS Nord

Unter dem Motto „Hamburg wehrt sich!“ ruft die Initiative OMAS GEGEN RCHTS Hamburg dazu auf, ein deutliches Signal für Demokratie, Menschenrechte und Toleranz und gegen rechtsextremistische Parteien und zu setzen.

„Wir dürfen nicht schweigen! Rechtsextremistische und rassistische Parteien führen nicht in eine bessere Zukunft, sondern in eine, in der soziale Ungerechtigkeiten, Hass und Gewalt normal werden. Das werden wir nicht hinnehmen. Hamburg steht für Vielfalt und eine demokratische Gesellschaft“, so Kazim Abaci von Unternehmer ohne Grenzen. Abaci organisierte Anfang letzten Jahres die Großdemonstration, die Zehntausende gegen Rechtsextremismus auf die Straße brachte.

Die politischen Entwicklungen der letzten Zeit sind für viele Menschen erschreckend. Maja Meiser, Mitorganisatorin der Aktion betont: „Es ist unsere Aufgabe, gegen die Rechtsextremisten aufzustehen und sie möglichst aus unserem Rathaus herauszuhalten. Ihre Ideologie ist menschenfeindlich, demokratiefeindlich und zerstörerisch. Sie gefährdet nicht nur den sozialen Zusammenhalt, sondern auch die wirtschaftliche und ökologische Zukunft unserer Stadt.“

Die Menschenkette soll um 14:00 Uhr am Reesendamm Ecke Jungfernstieg beginnen.

Alle Hamburger:innen sind aufgerufen, sich der Aktion anzuschließen und damit ein starkes Zeichen gegen Hass und Intoleranz zu setzen. Mit der Beteiligung des Ersten Bürgermeisters und weiterer Senatsvertreter zeigt auch die Politik, dass Hamburg gemeinsam für Demokratie, Vielfalt und Respekt einsteht.

Weitere Demonstration am Samstag in der Innenstadt erwartet

Am Samstag demonstriert ab 16 Uhr ein breites Bündnis in der Hamburger Innenstadt gegen den von CDU/CSU und der FDP vollzogenen Tabubruch, im Bundestag erstmals Anträge mit den Stimmen der AfD zu beschließen. Unter dem Motto „Hamburg steht zusammen: Wer mit Faschisten paktiert, hat nichts kapiert!“ haben sich über 15 Organisationen, unter anderem Fridays for Future, der DGB Hamburg, der Mieterverein zu Hamburg, die KZ-Gedenkstätte Neuengamme und die Türkische Gemeinde Hamburg zusammengeschlossen, um auf dem Ballindamm ein Zeichen des demokratischen Zusammenhalts zu setzen. Auch verschiedene Parteien, darunter die Hamburger Landesverbände von Bündnis 90/Die Grünen und der SPD, rufen zur Teilnahme auf.

Dazu Annika Rittmann, Sprecherin von Fridays for Future Hamburg: „Dass wir kurzfristig ein so breites Bündnis auf die Beine stellen können, ist ein starkes und mutmachendes Signal. Es zeigt, wie groß die gesellschaftliche Empörung über den Tabubruch von Friedrich Merz ist, der am Mittwoch eine entscheidende Zustimmung der AfD bewusst in Kauf genommen hat. Zehntausende Menschen haben schon in wenigen Stunden den Aufruf zu unserer Demonstration in den sozialen Netzwerken geteilt. Am Samstag wollen wir zeigen, dass Hamburg zusammensteht: Dass es einen Ort gibt für alle, die ihre Enttäuschung ausdrücken wollen, sich um die Zukunft der Demokratie sorgen oder Angst vor der steigenden Fremdenfeindlichkeit in Deutschland haben. Gemeinsam machen wir deutlich: nicht in unserem Namen“

Erwartet werden am Samstag Musikbeiträge und Reden, unter anderem von Luisa Neubauer, Tanja Chawla (DGB) und Oliver von Wrochem, dem Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Durch das Programm führt Moderator Michel Abdollahi. Für Eltern mit kleinen Kindern gibt es auf der Demo extra einen Familienbereich in der Straße Alstertor, wo sich abseits der großen Menschenmenge aufgehalten werden kann.

SAT.1 REGIONAL/Unternehmer ohne Grenzen e.V./Fridays for Future

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