
Fahndungserfolg nach mehreren Wochen: Nachdem ein Mann Ende Februar bei einer Kontrolle im Landkreis Göttingen (Niedersachsen) eine Polizistin mit einem Auto angefahren und verletzt haben soll, ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Das bestätigten Polizei und Staatsanwaltschaft auf Anfrage.
Die Ermittler:innen griffen den 39-Jährigen am 17. März in Hannover auf. Bei der Festnahme habe der mehrfach vorbestrafte Mann aus dem Landkreis Goslar „erheblichen Widerstand“ geleistet, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen, Andreas Buick. Unter anderem habe er Polizist:innen Pfefferspray ins Gesicht gesprüht. Die Beamt:innen konnten den Mann aber überwältigen und festnehmen.
Polizisten erkannten Gesuchten im Auto
Ende Februar saß der 39-Jährige auf dem Beifahrersitz eines Fahrzeugs, als die Polizei den gesuchten Mann erkannten, gegen den bereits ein Haftbefehl in einer anderen Sache vorlag. Zu Beginn der Kontrolle verließ der Fahrer das Auto und wurde von den Einsatzkräften zunächst ergriffen. In diesem Moment wechselte der Beifahrer hinters Steuer und fuhr unvermittelt los.
Hierbei wurde die an der Fahrerseite stehende Polizistin aus noch näher zu ermittelnden Umständen erfasst und etwa 30 Meter mitgeschleift. Dabei zog sie sich unter anderem eine Kopfverletzung und Prellungen zu. Sie konnte die Klinik aber schnell verlassen.
Der 39-Jährige flüchtete mit hoher Geschwindigkeit. Ermittelnde entdeckten das Fahrzeug später verlassen im Industriegebiet von Herzberg im Landkreis Göttingen. Das Fluchtauto wurde sichergestellt. Am Tag nach dem Vorfall veröffentlichten die Ermittler:innen Details zur Identität des Fahrers. Der Mann, der das Auto zunächst fuhr, gilt laut Staatsanwaltschaft nur als Zeuge in dem Fall.
SAT.1 REGIONAL/dpa