Razzien in mehreren Städten wegen krimineller Vereinigungen
© Katharina Kausche/dpa

Razzien in mehreren Städten wegen krimineller Vereinigungen

3. November 2026


Dresden (dpa) -

In mehreren Bundesländern haben Polizisten am Dienstag Wohnungen durchsucht - es geht um den Verdacht der Bildung krimineller Vereinigungen im linksextremistischen Milieu. Razzien gab es in Wohnungen in Zwickau, Dresden, Leipzig, Saalfeld, Bremen und Hamburg, wie die Staatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) mitteilten.

Die Ermittler werfen zwölf Männern im Alter zwischen 18 und 36 Jahren vor, sich in Zwickau im Jahr 2022 zu einer politischen, kommunistischen Gruppe unter dem Namen «Kollektiv Zwickau» zusammengeschlossen zu haben. Ziel der Gruppe sei es gewesen, regional und überregional gegen rechtsradikale und menschenfeindliche Strukturen vorzugehen. Die Beschuldigten sollen sich über Jahre hinweg verabredet haben, ihre Ziele mit Straftaten, wie Körperverletzungen und Sachbeschädigungen, durchzusetzen.

Gegen vier Männer lagen Haftbefehle vor. Ein fünfter Mann hatte den Angaben zufolge bei der Durchsuchungsmaßnahme einen Polizeibeamten tätlich angegriffen. Er wurde vorläufig festgenommen und soll mit dem Quartett einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Polizei sucht nach Beweismitteln

Die Durchsuchungen haben laut LKA demnach das Ziel, Beweismittel wie Datenträger oder Mobiltelefone zu sichern. Die Ermittlungen liegen den Angaben zufolge bei der Staatsanwaltschaft Dresden und dem Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum des Landeskriminalamts Sachsen.

© dpa-infocom, dpa:261103-930-935212/2

Quelle: dpa