Stadtrat in Herzberg lehnt Einspruch von AfD-Politiker ab
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Stadtrat in Herzberg lehnt Einspruch von AfD-Politiker ab

3. November 2026


Herzberg am Harz (dpa/lni) -

Der AfD-Politiker Justin Vogel ist mit einem Wahleinspruch gegen seinen Ausschluss von der Bürgermeisterwahl in Herzberg am Harz erfolglos geblieben. Der Rat der Stadt im Landkreis Göttingen wies in seiner konstituierenden Sitzung den Wahleinspruch Vogels mit 23 zu 5 Stimmen als unbegründet zurück, wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilte. Zuvor hatten mehrere Medien über den Ausgang berichtet. 

Vogel kündigte nach der Entscheidung des Stadtrates in sozialen Netzwerken rechtliche Schritte an. Er plant, vor das Verwaltungsgericht zu ziehen. 

Wegen Zweifeln an der Verfassungstreue war Vogel vom Wahlausschuss nicht zu der Bürgermeisterwahl zugelassen worden. Die Kommunalaufsicht des Landkreises Göttingen hatte den Fall nach Angaben der Stadt geprüft und dabei auch eine Auskunft des Verfassungsschutzes eingeholt. Die AfD in Niedersachsen wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Die Partei wehrt sich dagegen juristisch.

Auch in anderen niedersächsischen Kommunen wurden AfD-Bewerber wegen Zweifeln an ihrer Verfassungstreue nicht als Kandidaten bei der Kommunalwahl zugelassen. Das betraf auch AfD-Landesvize Stephan Bothe von der Landratswahl im Landkreis Lüneburg, der Bundestagsabgeordnete Martin Sichert von der Landratswahl im Landkreis Friesland und der Landtagsabgeordnete Thorsten Moriße als Oberbürgermeisterkandidat in Wilhelmshaven. Die AfD hatte nach den Wahlen angekündigt, den Ausschluss von den vier Kandidaten weiter anfechten zu wollen.

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Quelle: dpa